23.-27.07.2018 – 11. Baseballcamp

Wie startet man einen Text über das Baseballcamp?

Einen, der der letzten Woche auf dem Mehr­zweck­gelände in Tannhausen wirklich gerecht wird. Einen, der wirklich einfängt, was passiert ist. Die Stimmung, die Energie, die Freude am Sport. Die Faszination, die Erfahrungen der 18 Amerikaner, die häufig holprig bleibenden Brückenüberwinden­den Gespräche. Die gute Musik, neuen Perspekti­ven auf Gott.

Und doch, Baseballcamp war so viel mehr als nur das: ein Mischen von Kulturen, von jungen und jung geblie­benen Menschen, zum Teil stunden­lang angereist. Aus anderen Teilen Deutschlands, aus Amerika – Texas und Maryland. Ein Sport, den einige das erste Mal spielen und in denen andere professionell sind. Wo die gemein­samen Regeln gesucht, gefunden, erklärt, diskutiert, ge­spielt werden müssen. Wo der Spaß, die Gemein­schaft mehr zäh­len, als das beste Team oder der Gewinner zu sein. Das Gefühl dazuzu­gehören, zu einem Team, zu einer großen Menge von Men­schen, die einander mit Freundlichkeit und Respekt begegnen. Neue Freundschaften schließen können, besser Englisch lernen, aus sich selbst herauswachsen. Sich gegen­seitig anfeuern, ermutigen, be­geistern, her­ausfordern. Gemeinsam einen Cheer aus­denken.

Aber auch mehr als das: Gott lebendig spüren; in Diskussionen und Fragen, denen man als Team morgens in den Homebases nach­geht. In geteilten Ge­schichten und Er­lebnissen von Men­schen, die von der anderen Seite der Welt kommen um uns von Gott zu erzählen. In Gottes­diensten und Predig­ten, Zeugnissen und guter Musik. Und auch in Gebeten.

Nach jedem Trai­ningsspiel gibt es ein Gebet, um den freundschaftlichen Kampf be­wusst abzuschließen. Gebete, bei denen man gemeinsam, Arm, in Arm vor Gott tritt. Und betet. Laut oder leise. Auf Deutsch, auf Englisch, auf spanisch – völlig egal, alles kommt ja an.

All diese Dinge sind nichts als ein paar Ein­drücke, ein paar Erfahrungen dessen, was Baseballcamp bedeutet, was man vom Base­ballcamp mitnehmen kann, was uns in der letzten Woche geschenkt wurde.

Es war unglaublich, gemeinsam so aktiv so viel zu entdecken und zu erleben. Die ganze Woche war eine sehr intensive Zeit. Nicht nur die körperliche Beanspru­chung, sondern auch die Gespräche über und mit Gott haben dazu beigetragen.

Auch die Menschen: Es war unglaublich, zu erleben, wie die Teams innerhalb von weni­gen Tagen zu einer Einheit wurden, wie aus Fremden Gleichgesinnte wurden, wie sich Verschlossenheit in Offenheit verwandeln konnte.

Und es war unglaublich zu erleben, wie sehr Gott seine Hand über dieses Camp gehal­ten hat. Es sind Menschen verletzt worden – ja – aber keiner dauerhaft. Es war ein Segen, dass Alec, der wegen der Hitze im Auto bewusstlos wurde, nicht weiter verletzt war und er das Camp nicht abbrechen muss­te. Dass ein Junge, der sich verletzte doch nicht – wie befürchtet – eine Operation erwarten muss. Es war unglaublich, was Gott uns in dieser Woche geschenkt hat. Obwohl ich eigentlich nichts gesagt habe, habe ich doch alles gesagt.

Immerhin weiß ich, wie man einen Text übers Baseballcamp beenden kann, so wie auch jeder gemeinsame Tag beendet wurde. Mit Gebet. Und wenn man nach dieser Woche eins wirklich sagen kann dann ist es: Danke Gott! Thank you god! In Jesu Namen – Jesus name, Amen.

Sarah Bunde

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